Deine Updates aus der KI-Blase!
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- vor 2 Tagen
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Die Neuigkeiten in der KI-Welt überschlagen sich. Damit ihr up-to-date bleibt, hat euch YPCClerin und KI-Expertin Katharina Lublinski alles Wichtige kurz und übersichtlich zusammengefasst.

Was dich erwartet 📧
Welche KI-Modelle jetzt am Start sind
Wie Deutschland bei KI aufholt
Der Trend zur KI, die man tragen kann
Welche KI-Pflichten ab August für deine Kommunikationsarbeit gelten
Es regnet KI-Modelle
Im Juli überschlugen sich die Schlagzeilen rund um neue KI-Modelle. Nicht nur die üblichen US-Größen legten nach. Anthropic brachte Fable 5, OpenAI die neue GPT-5.6-Familie mit dem Flaggschiff Sol, Google schob Gemini Flash hinterher. Aus China kam mit Moonshots Kimi K3 ein ernsthafter Konkurrent, ein offenes Modell mit 2,8 Billionen Parametern, das vor allem beim Preis pro Token punktet. Der Erfolg wurde Moonshot prompt zum Verhängnis. Die Nachfrage sprengte die eigenen GPU-Kapazitäten, sodass das Unternehmen neue Anmeldungen stoppen ließ.
KI ist Standortpolitik
Bei aller Update-Euphorie lohnt der Blick hinter die Kulissen, denn geopolitisch war einiges los. Fable 5 war Mitte Juni gut zwei Wochen offline, nachdem das US-Handelsministerium den Zugang für ausländische Nutzer per Exportkontrolle gesperrt hatte, zusammen mit dem Schwestermodell Mythos 5. Ende Juni fiel die Sperre wieder.
Parallel unterschrieb die Trump-Regierung ein Dekret, das Anbietern einen freiwilligen 30-Tage-Check ihrer Spitzenmodelle durch die Regierung nahelegt, bevor diese breit ausgerollt werden. Ein Vetorecht ist das ausdrücklich nicht, eine Zulassungspflicht wurde sogar explizit ausgeschlossen.
Auch OpenAI bekam das zu spüren. Ihr Modell GPT-5.6 ging zunächst nur an geprüfte Partner, bevor es Anfang Juli für alle zugänglich war.
Der deutsche KI-Sprint
Eine Schlagzeile, die auch international Beachtung fand, war der Launch von Soofi S. Das offene Sprachmodell stammt aus einem deutschen Forschungskonsortium unter Federführung des Fraunhofer IAIS und wurde komplett auf der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München trainiert.
Laut den veröffentlichten Benchmarks schlägt es unter den vollständig offenen Modellen bisherige Spitzenreiter wie OLMo 3 und Apertus im Deutschen wie im Englischen. An ChatGPT oder Claude aus dem Alltag reicht es nicht heran, aber als datenschutzkonforme und komplett transparente Lösung ist es ein optimistisches Signal für das, was noch kommen kann.
Auch drumherum tut sich was. Microsoft kündigte mit Grevenbroich bereits den vierten Rechenzentrumsstandort im Rheinischen Revier an, auch wenn der erst Anfang der 2030er ans Netz gehen soll.
Auch die rechtliche Seite steht, denn Bundestag und Bundesrat haben das deutsche Durchführungsgesetz zur KI-Verordnung beschlossen. Die Marktaufsicht übernimmt die Bundesnetzagentur, bei der eine eigene Koordinierungsstelle für eine einheitliche Auslegung sorgen soll.
KI zum Anfassen
Ein Sprachmodell kann sich im Chat fast menschlich anfühlen, körperlich greifbar war KI bisher aber kaum. Das ändert sich gerade. Bestes Beispiel ist die neue Brillengeneration von Meta, die die Ray-Ban-Marke fallen lässt und schlicht Meta Glasses heißt.
Die von Kylie Jenner mitgestaltete Starfire-Edition filmt nicht nur das nächste Reel, sie bringt einen Sprachassistenten mit, der auf Wunsch in Jenners Stimme antwortet.
Zukünftig wird sich der Trend zur greifbaren KI fortsetzen. Schon im Herbst 2026 zieht Google nach mit Android-XR-Brillen, die zusammen mit Gentle Monster sowie Warby Parker designt und Googles Gemini an Bord haben.
OpenAI geht einen Schritt weiter und arbeitet seit Längerem mit Ex-Apple-Designer Jony Ive an einem bildschirmlosen Smart Speaker, der als KI-Begleiter in die eigenen vier Wände einziehen soll. Die KI für das Zuhause ist für Anfang 2027 geplant.
Was für die Kommunikationsarbeit relevant wird
Der Countdown läuft: Ab dem 2. August greifen die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung. Das heißt unter anderem, dass ein Chatbot künftig verbindlich offenlegen muss, dass man mit einer Maschine schreibt und nicht mit einem Menschen.
Und was gilt für die Arbeit auf Instagram und Co.?
Wer KI-generierte Bilder oder Kurzvideos einbaut, muss das kennzeichnen. In die Pflicht genommen werden auch die KI-Anbieter selbst, die ihre Inhalte per Wasserzeichen oder Metadaten maschinenlesbar markieren müssen.
Auch KI-generierte Texte, die über Themen von öffentlichem Interesse informieren, brauchen künftig einen Hinweis. Ausgenommen bleibt, wo eine reale Person die redaktionelle Verantwortung trägt und den Text prüft oder wo KI nur Rechtschreibfehler ausbügelt oder übersetzt.
🔗 Transparenzpflichten und Kennzeichnungen, noch mehr zu Kennzeichnungspflicht




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