YPCC's Winter Reads 2025 – Die besten Bücher für die Zeit zwischen den Jahren
- Team Newsletter
- 29. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wenn die Tage kurz sind und die Zeit für Gedanken etwas länger, sind Bücher genau richtig, die nachwirken. Unsere Winter Reads nehmen euch mit durch politische und gesellschaftliche Umbrüche, persönliche Widerstände und globale Machtverschiebungen. Perfekt für ruhige Nachmittage zwischen den Jahren.

Lea Ypi – Aufrecht. Überleben im Zeitalter der Extreme
Lea Ypi verbindet politische Philosophie mit persönlicher Erfahrung und stellt die große Frage, wie man in einer Welt voller Krisen, Umbrüche und Ungleichheiten moralisch standhaft bleiben kann. Persönlich, analytisch und sehr zugänglich geschrieben, ist Aufrecht ein Buch über Orientierung in unsicheren Zeiten und darüber, was Verantwortung heute eigentlich bedeutet.
Rachel Kushner – See der Schöpfung
Ein Roman über Macht, Kontrolle und die dunklen Seiten von Gemeinschaft. Rachel Kushner erzählt von einer abgelegenen Welt, in der ökologische Utopien, Gewalt und menschliche Abgründe aufeinandertreffen. Ein atmosphärisch dichter Text, der lange nachhallt und zeigt, wie schnell Idealismus kippen kann.
Jonathan White – In the Long Run: The Future of a Political Idea
White widmet sich der Frage, wie politische Ideen über Zeit wirken und warum gerade langfristiges Denken in der heutigen Politik so schwer geworden ist. Ein Buch über Geduld, politische Erwartungen und die Spannung zwischen kurzfristigem Handeln und langfristiger Veränderung. Für alle, die Politik nicht nur im Tagesgeschäft denken wollen.
Paul Collier – Left Behind: A New Economics for Neglected Places
Warum fühlen sich ganze Regionen abgehängt und politisch übersehen. Collier analysiert die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründe dafür und zeigt, warum regionale Ungleichheit nicht nur ein soziales, sondern auch ein demokratisches Problem ist. Ein wichtiges Buch zum Verständnis von Populismus und politischer Entfremdung.
Anne Applebaum – Autocracy, Inc.: The Dictators Who Want to Run the World
Applebaum beschreibt das neue autoritäre Netzwerk der Gegenwart. Keine isolierten Diktatoren mehr, sondern ein global verflochtenes System aus Macht, Geld, Technologie und Repression. Ein eindringliches Buch über moderne Autokratien und darüber, warum Demokratie längst kein Selbstläufer mehr ist.
Jonathan A. Austad – The (Dis)Information Age: From Post-Truth to Post-Postmodernism
Ein analytischer Blick auf unsere Gegenwart zwischen Fakten, Fakes und digitaler Dauererregung. Austad zeigt, wie sich Wahrheit im digitalen Raum verändert hat und warum Desinformation längst nicht mehr nur ein Randphänomen ist. Pflichtlektüre für alle, die sich mit politischer Kommunikation beschäftigen.
Stephen Macedo und Frances Lee – In Covid’s Wake: How Our Politics Failed Us
Dieses Buch zieht eine schonungslose politische Bilanz der Pandemie. Die Autor:innen zeigen, wie Covid-19 Inflation, Vertrauensverlust in Expert:innen und politische Polarisierung massiv verstärkt hat. Ein reflektierter Blick auf politische Fehlentscheidungen, institutionelle Schwächen und die langfristigen Folgen der Krise.
Svetlana Alexijewitsch – Second Hand Time
Ein beeindruckendes Oral-History-Werk über das Leben nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Alexijewitsch lässt Menschen selbst erzählen von Hoffnung, Enttäuschung, Verlust und Anpassung. Ein Buch über Übergänge, Identität und das Weiterleben in einer Welt, die sich radikal verändert hat.
Foto: Unsplash | Jessica Fadel


Kommentare